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Judo-Freunde Siegen-Lindenberg e.V. |
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über Judo
Das
haut selbst den stärksten Kerl um: über 45000 Frauen sind heutzutage in
der Lage, ihre Männer aufs Kreuz zu legen.
So
ist JUDO - die asiatische Kampfsportart, bei der mit Kopf und Verstand um
den Sieg gekämpft wird. JUDO ist inzwischen bei Frauen und Männern
gleicher
Was ist Judo? JUDO
ist eine vielseitige Kampfsportart. Zusammen mit Boxen, Fechten und Ringen
zählt sie zu den Kampfsportarten überhaupt. Erstmals 1964 und dann
wieder seit 1972 ist JUDO olympische Disziplin. Das Wort JUDO setzte sich
zusammen aus den japanischen Begriffen „JU“ (= edel, vornehm, sanft)
und „DO" (= Weg, Grundsatz, Prinzip), was soviel heißt wie „der
sanfte Weg". JUDO
entwickelte sich aus der Kampfsportart Jiu-Jitsu, einer in Japan
gepflegten Form der Selbstverteidigung. Deren genaue Herkunft liegt im
dunkeln, doch es ist anzunehmen, dass diese Disziplin bereits vor dem 10.
Jahrhundert ihren Weg von China nach Japan gefunden hat. Jigoro Kano, der
Begründer des Judosports wollte in seinem JUDO nicht nur die Möglichkeit
zur körperlichen Betätigung sehen; vielmehr betrachtete er diesen Sport
auch als Erziehungssystem zur Ausbildung der Persönlichkeit auf der
Grundlage des Zen-Buddhismusses. Das
moderne Judo wurde im Ende des 19. Jahrhunderts aus der antiken
Kriegskunst Um seine Erziehungsideale zu verwirklichen, schuf Kano in Tokio den „Kodokan", die „Schule zum Studium des Weges". Diese Ausbildungsstätte für JUDO ist bis zum heutigen Tage das Zentrum für die sportlichen und geistlichen Grundlagen des JUDO geblieben.
Trainingsbekleidung und "Dojo-Sitten" Der Judoka ( =Judosportler) trägt im Training und beim Wettkampf einen Judogi (=Judoanzug), der aus Hose und Jacke besteht, die aus reißfestem Baumwollstoff gefertigt sind. Dazu gehört der entsprechende Gürtel, der gleichzeitig Auskunft über den Ausbildungsstand des Judokas gibt. Hierbei unterscheidet man zunächst in zwei große Gruppen: Schüler und Meister. Die Schüler tragen farbige Gürtel (die sogenannten KYU-Grade). Sie werden mit steigendem Rang dunkler. Die Meister tragen schwarze Gürtel (DAN-Grade). Der
Trainingsraum wird im JUDO mit DOJO bezeichnet.
"DO" bedeutet Weg und "JO" bedeutet Platz.
Das DOJO ist demzufolge ein Ort zum Studium des Weges, also der
Trainingsraum. Da im DOJO
ohne Fußbekleidung trainiert wird und sich beim Training die Partner oft
"sehr nahe' kommen, muss ein Judoka sehr auf körperliche Hygiene
bedacht sein. Dazu gehört das Tragen von Schlappen auf dem Weg vom
Umkleideraum ins Dojo genauso wie das Waschen der Füße vor dem Training. Wegen der Verletzungsgefahr sind Fuß- und Fingernägel kurz zu tragen; Ketten, Anhänger, Uhren, Armbänder und Ohrringe sind abzulegen.
Wettkampfregeln Der
Beginn: Auf
das Zeichen des Kampfrichters betreten die beiden Kämpfer mit einer
Verbeugung die Matte. Es
erfolgt eine weitere Verbeugung und der Kampfrichter eröffnet den Kampf
mit dem Kommando Hajime
(kämpfen). Die Wertungen: Yuko ist die kleinste Wertung. Diese erhält Tori, wenn Uke auf die Seite fällt, oder sich zwischen 15 – 19 Sekunden im Haltegriff befindet. Wazaari
ist die zweithöchste Wertung. Der Wazaari wird vergeben, wenn
der Gegner auf den Rücken fällt, es aber noch ein wenig an Kraft und
Schwung fehlte. Auch ein
Haltegriff zwischen 20und 24 Sekunden wird mit Wazaari belohnt. Ein
Wazaari zählt mehr als alle Yukos und Kokas des Gegners.
Ein weiterer Wazaari beendet den Kampf vorzeitig.
Die Ansage des Kampfrichters lautet dann Wazaari-Awasete-Ippon. Ippon
Ist die höchste Wertung. Nach
dieser Wertung ist der Kampf sofort beendet.
Hierbei muss der Gegner mit Kraft und Schwung auf den Rücken
geworfen werden. Ebenfalls
mit Ippon wird ein Haltegriff bewertet, der 25 Sekunden gehalten wurde. Zwingt man den Gegner mit einem Armhebel oder einem Würgegriff
zum Abschlagen ist das Ippon. Die Strafen: Beim
Judo wird nicht nur belohnt, es gibt auch Strafen. Die
verbotenen Handlungen sind in „leichte“ Regelverstöße und in
„schwere“ Regelverstöße unterteilt. Regelverstöße: Werden mit Shido bestraft. Die kleinste Strafe ist das Shido. Einen Shido verhängt der Kampfrichter z.B. bei Passivität wenn der Kampfrichter also der Meinung ist, dass die Kampfaktivitäten des Bestraften durchaus steigerungsfähig sind. Dabei zeigt der Kampfrichter eine Rolle an (siehe Handzeichen). Steht einer der Kämpfer mehr als 5 Sekunden mit beiden Füßen auf der roten Warnfläche ohne einen Ansatz zu machen, wird er mit Shido bestraft. Der erste Shido zählt als freie Ermahnung
Das Aussprechen eines zweiten oder dritten Shidos, wirkt sich
automatisch auf die technische Bewertung des Gegners aus. Die vorherige
Bewertung, entsprechend der früheren Strafe, wird entfernt und die nächst höhere
Bewertung wird sofort angezeigt. Schwere
Regelverstöße: Werden direkt mit Hansoku-make
bestraft. Der
Kampfrichter soll eine Shido oder Hansoku-make Strafe aussprechen,
entsprechend dem Grad des Regelverstoßes. Die höchste Strafe heißt Hansoku-Make. Diese wird beim vierten kleinen Vergehen, oder bei einem sehr schweren Vergehen sofort verhängt. Stützt man sich z.B. bei einem Wurfansatz mit dem Kopf auf der Matte ab (Idealerweise Uchi-Mata - hohe Verletzungsgefahr), oder besteht die Absicht den Gegner vorsätzlich zu verletzen, ist das Hansoku-Make. Diese Strafe zählt soviel wie ein Ippon und beendet den Kampf. Das Aussprechen eines direkten Hansoku-make bedeutet, dass der Wettkämpfer disqualifiziert und vom Turnier ausgeschlossen wird.
Weiteres: Der
Kampfrichter unterbricht den Kampf mit dem Kommando Mate,
weil keine Erfolg versprechende Wettkampfsituation mehr besteht (oft im
Boden), oder weil die Kämpfer die Matte verlassen haben. Die Kämpfer
gehen in ihre Ausgangsposition, der Kampfrichter gibt den Kampf mit Hajime
wieder frei. Gelingt es den Gegner in den Haltegriff zu bekommen sagt der
Kampfrichter Osae-Komi
an, befreit sich der Gegner vor Ablauf von 25 Sekunden sagt er Toketa. Der
Kampf endet mit dem Kommando Soro-Made. Die
Kämpfer begeben sich in ihre Ausgangsposition. Der Kampfrichter zeigt
auf den Sieger, dabei verbeugen sich die Kämpfer. Anschließend schüttelt
man dem Gegner (hoffentlich als Sieger) die Hand und verlässt die Matte.
Hat innerhalb der Kampfzeit keiner der Kämpfer eine Wertung erzielt,
bzw. beide die gleiche, dann wird der Kampf um die gleiche Kampfdauer
verlängert. Der Kämpfer, der jetzt die erste Wertung erzielt, wird
sofort als Sieger erklärt (Golden Score). Ist bis zum Ende der Verlängerung
keine Wertung erzielt worden, entscheiden die Kampfrichter, wer der bessere Kämpfer
ist (Hantei). Nur bei
Mannschaftskämpfen gibt es unentschieden, wenn nach Ende der
Verlängerung keine Wertung erzielt wurde. (Hike-Wake). Es gibt noch einige Sonderregelungen die wir hier nicht erläutern möchten, da sie relativ selten angewendet werden. Gerade für den Wettkampfeinsteiger dürften diese Informationen ausreichen, die Feinheiten lernt man hinterher von selbst.
Yuko Wazaari Ippon Mate Passivität (Rolle) Kleidung ordnen |
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